Wieder da: Bruno Jonas "SO SAMMA MIA – Die Welt aus bayerischer Sicht". Soloprogramm in Dillingen

"„Der Mensch ist ein Tier auf zwei Beinen. Aufrecht bis zum Umfallen."

Er ist wieder da: Bruno Jonas kommt mit seinem Programm "SO SAMMA MIA – Die Welt aus bayerischer Sicht" in den Stadtsaal am Kolpingplatz nach Dillingen an der Donau.

So samma mia - die Welt aus bayerischer Sicht

Wann? Freitag, 18.10.2013, 20:00 Uhr

 

„Der Mensch ist ein Tier auf zwei Beinen. Aufrecht bis zum Umfallen.
Rücksichtslos, egoistisch, immer auf seinen Vorteil bedacht. Aber auch sozial und solidarisch, wenn es ihm nützt...„


Mit solchen Gedanken beginnt Bruno Jonas sein neues Programm SO SAMMA MIA, in dem er versucht, Antworten auf Fragen zu geben, die uns alle schon lange unter den Nägeln brennen:

Warum sind wir so, wie wir sind, und wie ist es dazu gekommen, dass wir so
und nicht anders sind, und wer sind wir überhaupt? Sind die Bayern eine
eigene, von allen anderen unabhängige Daseinsform oder lediglich ein
deutscher Stamm unter vielen? Werden wir in naher Zukunft alle Europäer?
Wer sind wir dann in Europa? Die Dummen? Und wenn ja, warum merken wir
es nicht? Sollten wir als Europäer dann englisches Toastbrot essen oder
besser französisches Baguette zu uns nehmen oder doch lieber Knäckebrot
aus Schweden? Wie steht`s um die Ballaststoffe? Gibt es da ein Nord-
Südgefälle? Muss das bayerische Vollkornbrot der europäischen
Weißbrotlobby weichen? Wird das bayerische Reinheitsgebot der
Europäisierung standhalten können, und darf die Weißwurst auch nach 12
Uhr gegessen werden? Muss man, wenn man alle Fakten in der Gesamtschau
betrachtet, nicht zu dem Schluss kommen, dass Bayern mit all seinen
Eigenheiten als Weltkulturerbe erhalten bleiben muss?

„Wir haben etwas Unverwechselbares, etwas, das nur wir haben und sonst
niemand auf der Welt. Wir sind einmalig. Obwohl einige von uns auch in allen
anderen zu finden ist. Bis zu 3% des Neandertalers sind in unserem Erbgut
nachzuweisen. Merkwürdigerweise haben die restlichen 97% auch keine
wesentlichen Unterschiede aufzuweisen. Wir sind uns alle ähnlich und doch
unterscheiden wir uns enorm.

„Mei, wenn nur alle aso waarn wia i, dann gabs` gor koa Probleme auf dera
Welt!“ so spricht der Bayer Jonas. Da dies aber leider nicht der Fall ist,
kommt es immer wieder zu Konflikten mit den anderen. Andere gibt es
überall „auf dera Welt“ und es werden immer mehr. Immer öfter stellt sich
die Frage, ob wir am Ende die anderen sind. Nur eines wissen wir genau,
dass „mia anders san“ als alle anderen. Für die anderen sind wir die anderen.
Was bei uns anders ist und warum wir uns alle unterscheiden, obwohl wir
doch alle gleich sind, vor Gott, der Geschichte und der Bayerischen
Staatsregierung - damit befasst sich Bruno Jonas in seinem neuen Programm
SO SAMMA MIA.

Wer also den Bruno Jonas nicht nur in der Glotze erleben will, wo er zusammen mit den "Klugscheißern" brilliert, holt sich gleich jetzt ein Ticket bei

Donau Zeitung
T 09071-794931 oder

http://www.muenchenticket.de/

Bruno Jonas
Bruno Jonas. Copyright Bruno Jonas.

Kritik:

 

Wir sind natürlich bei Bruno Jonas gewesen, der, wie schon der Name des Programms andeutet, seine (nieder-) bairische Sicht der Dinge referiert. Als ob das einen Dillinger Schwaben etwas anginge.

Aber offenbar ging das eine Menge Donauschwaben an. Zwar war die Bude nicht ganz so voll wie bei seinem ersten Auftritt in Dillingen vor einigen Jahren, aber dafür amüsierte der ganze Saal sich sichtlich am feinsinnigen Witz des Kaberettisten.

Dem offenbar stimmlich etwas Angeschlagenen gelang es sichtlich, sein Publikum (Altergruppe Fuffzig plus) in Stimmung zu bringen. Einschlafen konnte man auf gar keinen Fall, denn von sehr leisen bis zu ultralauten Tönen, bei denen die Lautsprecher (oder mein Trommelfell) schepperten, beherrschte Bruno Jonas die ganze Palette der Emotionen.

Klar sollte sein, dass er keine Stammtischbrüller verzapfte, und auf urdumpfe Kalauer Mario Barthscher Provenienz brauchte man gar nicht zu warten. Dafür kamen dann schon mal Hämmer aus der altphilologischen Ecke, vermischt mit philosphischen Elementen und einigen Hirnrindenkitzlern, über die man gar nicht nachdenken konnte, weil es schon wieder zügig weiter ging.

Zum Schluss strafte Bruno Jonas seiner zuvor anscheinend angeschlagenen brüchigen Stimme Lügen, denn als Zugabe sang er in astrein klarem Ton aus der Traviata. Respekt, Herr Jonas!

Fazit: Selbst für Schwaben ein Abend mit feinsinnigem Humor, ein Abend, der zwar nicht alles das brachte, was in der Ankündigung beschrieben wurde, aber dafür noch einiges mehr. Ein Programm ändert sich natürlich, und warum sollte man die Ankündigung auch den vielen kleinen Änderungen des Programms anpassen.

Also: Nicht unbedingt "So samma mia - die Welt aus bairischer Sicht", sondern wesentlich umfassender.

Gut, dass wir da gewesen sind.

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