ReiseBuch-Vorstellung: Ein Jahr in Singapur: Reise in den Alltag

Reiseberichte in Holz- oder Ebook-Form, geschrieben von Expats oder Angehörigen derselben, sind gerade inMode. Kürzlich las ich einen Expat-Reisebericht aus den Emiraten, vor einiger Zeit habe ich hier eine Geschichteaus Johannesburg (Südafrika) vorgestellt, jetzt also aus der Insel des Geldes: Singapur. 


Expat -  von "Expatriate": Fachkraft, die von einem heimischen, international tätigen Unternehmen oder einemheimischen Amt vorübergehend – meist für ein bis drei Jahre – an eine ausländische Zweigstelle bzw. Arbeitsstelle(Entwicklungshilfe, AuslandsSchule, BotschaftsBeamte...) entsandt wird.


Lehrerin Nicola Kaulich-Stollfuß zieht es mit ihrem Mann nach Singapur, der also dort "Expat" ist, sie istdemnach Begleitung eines Expats. Angefangen bei der Wohnungssuche zwischen Hochhausbaustellen und der strengen Kontrolle Malaria verseuchter Blumentöpfe geht ihre Schilderung über Fußmassagen im Tempel, Vogelgesangswettbewerbe, die sogenannte „Stinkfrucht“ als Leibspeise der Singapurer bis hin zur Begegnung mit Krokodilen in den Sümpfen am Stadtrand. Ein Leben im "Goldenen Käfig", aber intelligent und witzigerzählt. Die Frau kann mit Sprache umgehen, da holpert und stolpert nichts.


Aber all das kann die Autorin letztendlich nicht davon abhalten, in dieser fremden Multikulti-Gesellschaft anzukommen.Natürlich braucht man als Expat in spe genügend Anpassungswilligkeit und eine hohe Frustrationstoleranz undeine eiserne Gesundheit. Nicht jedem ist es gegeben, in tropischer Feuchte schon bei kurzer Betätigung dieSchweißbäche am Körper hinab rinnen zu sehen - Frau Kaulich scheint das nicht viel auszumachen, selbst nicht, als sie mit dem Fahrrad zum Unterricht in die Schweizer Schule fährt - bergauf! Na hoffentlichgab es dort eine Dusche, denn auch Lehrerinnen sollen gut riechen, wenn sie vor der Klasse stehen, derenSchüler vermutlich im klimatisierten PKW oder Schulbus zur Schule gebracht wurden und gleich im klimatisiertenKlassenraum sitzen. 


Die Regel bei Expats lautet: Je mehr das Gast-Land vom heimischen Klima, von heimischen Gewohnheiten und Praktikenabweicht, desto interessanter mag es dort sein, desto anstrengender ist es dann aber. Und wenn man sich nach (1, zwei, drei) Jahren endlich an das Gastland gewöhnt hat, geht es schon wieder nach Hause.


Nicola Kaulich-Stollfuß: Ein Jahr in Singapur. Reise in den Alltag

 

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