Bakschisch, Schmattes und Tip - Trinkgeld im Urlaub

Bookatable verrät die wichtigsten Grundregeln für ein angemessenes Trinkgeld in den beliebtesten Urlaubsregionen der Deutschen

   Hamburg (ots) - Ferien! Für viele Menschen ist der Urlaub die 
schönste Zeit des Jahres, in der man sich und seine Lieben verwöhnt -
beispielweise durch kulinarische Spezialitäten. Die Möglichkeiten 
sind dabei vielfältig und hängen vom Urlaubsort ab: Das Restaurant 
direkt am Meer lockt mit maritimen Spezialitäten, die alpine 
Berghütte mit deftigen Speisen und im Erlebnisbad freuen sich 
Familien auf die Portion Pommes mit Mayonnaise. Gäste, die sich wohl 
fühlen, wollen sich erkenntlich zeigen - auch und gerade im Urlaub. 
Das Servicepersonal für dessen Dienste zu belohnen, ist auch im 
Ausland guter Brauch. Nur: Welche Regel gilt dabei in welchem Land? 
Wie viel Trinkgeld ist der spanische Kellner gewohnt und wie viel 
erwartet das Zimmermädchen in Italien? Bookatable, Deutschlands 
größter Restaurantführer mit Reservierungsfunktion, sagt, was es im 
Urlaub zu beachten gilt, wenn es um Trinkgeld geht.
 
   "Stimmt so!" - nicht in Südeuropa 
 
   In den beliebten Urlaubsregionen Südeuropas, wie Spanien oder 
Portugal, sind zehn bis 15 Prozent Trinkgeld im Restaurant üblich. 
Wichtig: Kleinstbeträge in Form von wenigen Cent in Münzen gelten 
überall als unhöflich - vom Zimmerservice bis hin zum Oberkellner. 
Zudem übergibt man das Trinkgeld nie persönlich, sondern lässt es auf
dem Tisch oder Rechnungsteller liegen. Die hierzulande beliebte 
"Stimmt so"-Floskel ist im Süden und vielen anderen Ländern unüblich.
 
   Aufgerundeter Schmattes in Österreich 
 
   Im österreichischem Schmäh wird das Trinkgeld als "Schmattes" 
bezeichnet und dabei darf der Kellner in Wien, Tirol oder Salzburg 
fünf bis zehn Prozent Aufschlag auf den eigentlichen Preis erwarten. 
In Restaurants rundet man wie in Deutschland gerne auf und 
signalisiert, dass der Preis so stimmt. Die Servicekraft gibt dann 
auf aufgerundeten Betrag raus. Dieses Vorgehen ist primär in 
deutschsprachigen Ländern üblich - in anderen nicht.
 
   No grazie -Trinkgeld in Italien eher selten 
 
   In einem der beliebtesten Urlaubsländer der Deutschen ist 
Trinkgeld eher die Ausnahme. Italienische Restaurants stellen zwar 
oft Gedeck und Brot ("Coperto") auf dem Tisch in Rechnung, erwarten 
aber in der Regel keine finanzielle Anerkennung für ihren Service. 
Wer aber trotzdem zufrieden ist, kann bis zu fünf Prozent auf den 
Preis aufschlagen. Anders sieht das bei Taxifahrern oder 
Zimmermädchen aus. Die Taxifahrt wird genauso aufgerundet wie 
hierzulande. Das Zimmermädchen ist mit etwa fünf Euro pro Woche 
angemessen entlohnt. Außerdem: In den typischen Espresso-Bars gibt es
ein Extra-Tellerchen für Kleingeld, das man vor Ort lässt, wenn der 
Kaffee ganz nach "Gusto" war.
 
   USA: Trinkgeld als Teil des Verdienst 
 
   Für Servicekräfte in den USA ist der "Tip", wie das Trinkgeld dort
heißt, Bestandteil des Lohns. Aus diesem Grund wird ein 
vergleichsweise hoher Betrag erwartet. Dieser liegt zwischen 15 und 
20 Prozent auf den Nettopreis. Viele Restaurants weisen auf ihrer 
Rechnung auch daraufhin, dass ein Trinkgeld im normalen Preis noch 
nicht enthalten ist.
 
   Trinkgeld auf den Tisch des Hauses in der Türkei 
 
   In der Türkei spricht man von "Bakschisch", wenn es um Trinkgeld 
geht. In den Restaurants von der Metropole Istanbul bis hin zur 
türkischen Riviera ist es wichtig, dass sich der Gast das Wechselgeld
zunächst bringen lässt und das Trinkgeld anschließend auf dem Tisch 
liegen lässt. Im Hotel werden Servicekräfte erst am Ende des Urlaubs 
mit einer finanziellen Anerkennung für ihre Dienste entlohnt. Auch 
hier gilt: Fünf Euro pro Woche für das Zimmermädchen sind angemessen.

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